Tag Archives: Lesungen

“Tier der Woche” zu Besuch in der Bibliothek

Wer nicht schon vor der Autorenlesung zu den Katzenliebhabern zählte, der war es spätestens nach dem Besuch von Hildegard Müller. Aber nicht nur das “Tier der Woche” sondern auch die Begegnung mit der sympathischen Autorin und Illustratorin hinterließen großen Eindruck.

“Ich erzähle die Geschichte nur stellvertretend für Oskar”, kündigte Hildegard Müller an, und fügte hinzu, dass Sie sich nicht ganz sicher sei, ob die Erzählungen des “Katers mit Charakter” voll und ganz der Wahrheit entsprächen. Das sei aber ja oft so bei Geschichten.

Leichte Zweifel und Grübeln – auch über die zu Beginn aufgekommene Frage was eigentlich “Charakter” sei – rückten schon bald in den Hintergrund. An ihre Stelle trat das Gefühl, dass Hildegard Müllers Kinderbuch-Held tatsächlich irgendwie anwesend zu sein schien. Lag es an dem mitgebrachten Groß-Portrait von Oskar, wie er da auf dem obersten Sitzbrett des Kratzbaums thronte? War es Hildegard Müllers Art des Lesens, lag es einfach an der besonderen Erzählweise des Buches oder waren vielleicht die begleitenden Illustrationen dafür verantwortlich? Es war sicherlich ein Mix aus all diesen Elementen, der eine Vertrautheit zu Oskar bei den Zuhörern entstehen ließ sowie den Eindruck, ihn tatsächlich auf seinem Lebensweg begleitet zu haben.

Wie eindrucksvoll, anschaulich und realistisch Oskars Geschichte erzählt ist, unterstreichen zwei Fragen der Kinder, die sie bis zum Schluss beschäftigten:

Gibt es den Oskar wirklich?” und  “Ist die Geschichte echt?

Auch das Interesse an weiteren Oskar-Geschichten war groß. Eine Gruppe nahm dies zum Anlass, sich selbst am Ideensammeln und Schreiben von weiteren Geschichten zu versuchen. Wer weiß, vielleicht werden diese Hildegard Müller inspirieren, “Neue Geschichten von Oskar“ zu schreiben (oder werden es doch Geschichten vom Mader?). Das Versprechen, dann wieder zu Besuch an die ESRM zu kommen, nahmen die Zweitklässler ihr noch an Ort und Stelle ab.

 

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“Von der Stadt der Kinder über den Dschungel Amazoniens bis hin zum Schweden-Krimi”

Im Rahmen der Transition, dem Übergang von Primar- zu Sekundarschule, fanden in dieser Woche gleich vier Lesungen mit Andreas Schlüter statt. Im Vorfeld hatten sich alle Schüler der P5 und S1 in der Sekundar-Bibliothek intensiv mit “Level 4 – Die Stadt der Kinder” auseinandergesetzt und Plakate vorbereitet. Neben seinem ersten Buch, über das Andreas Schlüter natürlich mit allen Schülern sprach, hatte unser Gast noch weitere Abenteuergeschichten und sogar einen Krimi im Gepäck. So wurden es vier ganz individuelle Lesungen, zum Teil mit begleitendem Bildmaterial.

Bei der Lesung zu seinem bislang erfolgreichsten Buch, tauchten die Schüler in die Situation aus “Level 4 – Die Stadt der Kinder” ein, in der plötzlich alle Erwachsenen verschwunden sind. Das im ersten Moment durchaus verlockend klingende Szenario (die Schüler hatten viele Ideen, was sie als erstes machen würden) offenbarten sich im weiteren Verlauf jedoch dessen Folgen und Herausforderungen. Eine spannende Abenteuergeschichte über ein Computerspiel, dass neben den Alltagsschwierigkeiten des Lebens ohne Erwachsene die Reaktion der verschiedenen Charaktere schildert. Kaum zu glauben, dass Andreas Schlüter vor vielen Jahren Schweirigkeiten hatte, einen Verleger für seine Geschichte zu finden. Wir sind gespannt, ob die angedachte Buchverfilmung in absehbarer Zukunft auf der Kinoleinwand zu sehen sein wird.

Auf die zweite Gruppe Schüler wartete der Überlebenskampf im brasilianischen Regenwald aus “Survival – Verloren am Amazonas”. Die Schüler begleiteten die Protagonisten durch die Wildnis Amazoniens und erlangten währenddessen jede Menge faktisches Wissen zum Schauplatz des Abenteuers und dem Überleben in der Wildnis. Spätestens jetzt wissen alle, dass man sich vor dem Buschmeister  besser in Acht nehmen sollte.

Wissenswertes hielt auch die nächste Lesung mit Andreas Schlüter bereit. In “City Crime – Strichcode in Stockholm” lernten die Schüler nicht nur die schwedische Spezialität “Surströmming” kennen, sie wurden auch Zeugen eines Verbrechens. Wer eines der Bücher aus der City Crime Serie gekauft hat, der kann nun sogar einen kleinen Wortschatz der Landessprache aufbauen, der am Ende der Bücher zu finden ist.

Zum Abschluss durfte sich die letzte Schülergruppe über die Fortsetzung des Computerabenteuers “Level 4.2 Zurück in der Stadt der Kinder” freuen und – wie auch die Gruppen zuvor – ihre Fragen an den Autoren richten.

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Nach dem Besuch von Andreas Schlüter sollte die Buchauswahl nun ein leichtes sein. Fußball-, Abenteuer- und Krimi-Reihe; da sollte doch für jeden etwas dabei sein!

Denjenigen, die nicht bis zur nächsten Bibliotheksstunde warten möchten sei gesagt, dass die Schulbibliothek einige der Titel als E-Book zur Ausleihe anbietet.

Klicke hier, um zum E-Book Angebot der ESRM zu gelangen

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Hello from our first guest: David Mackintosh

We are very much looking forward to David Mackintosh’s visit on 31 January 2018 when he will be talking to our students about storytelling and illustrating, which he both has been doing since his first book.

Of course, there is a reason why pre-primary, year 1 and year 2 students (of the English section) are asked to bring along pencil or pens – but let’s not spoil the surprise!

Remember to purchase a book in advance if you would like David Mackintosh to sign it for you after the reading!

Choose your favourite from “Marshall Armstrong is New to Our School” (shortlisted for the Roald Dahl Funny Prize 2011), “The Frank Show” (USBBY Outstanding International Book 2013 and Longlisted for Kate Greenaway Prize), “Standing In for Lincoln Green” (shortlisted for The Western Writers of America Spur Award), “LUCKY” (Shortlisted for a Queensland Literary Award, 2015) or any other book by David Mackintosh and bring it along on the day of the reading.

Just 15 more days to go …

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Spannende Gäste

Auch in diesem Jahr werden wieder viele Autorinnen und Autoren mit ihren Lesungen die Schüler der Europäischen Schule RheinMain zum Lesen motivieren

Es wurden seit Schuljahresbeginn hunderte E-Mails durch den Äther geschickt und viel geplant und wieder verworfen. Nun stehen jedoch alle Lesungen der Schulbibliotheken an der Europäischen Schule RheinMain für das laufende Schuljahr fest. Die Liste der Autorinnen und Autoren kann sich (wieder einmal) sehen lassen. Sie geht quer durch alle Altersstufen und Themen: Von Kobolden über Computerspiele bis zu einem wahrhaftigen Bergsteiger ist alles dabei, was Kinder und Jugendliche hoffentlich begeistert und zum Denken und Lesen anregt, über den reinen Lernstoff der Schule hinaus.

Während die Kindergartenkinder in diesem Jahr wieder ein Theaterstück, „Der kleine Erdvogel“ zu sehen bekommen, werden für die älteren Detektiv-Grundkurse (Tobias Bungter), Computerspiele mit ungeahnten Folgen (Andreas Schlüter) und Dunkellesungen (Frank Reifenberg) stattfinden. Andrea Schomburg bringt einen kleinen Kobold ins Spiel – Herrn Knorff –, Hildegard Müller den Kater Oskar (mit Charakter) und Jo Cotterill ein „Electrigirl“, ein Mädchen mit wahren Superkräften. Electrigirl war bereits für zahlreiche Buchpreise gelistet und ist Gewinner des “ Fantastic Book Awards”. David Mackintosh kommt als Bilderbuch-Autor und großartiger Illustrator zu uns und beschäftigt sich in seinem Bilderbuch „Lucky“ mit dem wichtigen Thema „Glück“.

Für die etwas älteren Schüler der englischen Abteilung hat sich Patrice Lawrence angekündigt. Patrice war mit ihrem Erstlingswerk ‘Orangeboy’, auf der Shortlist für den “Costa Children’s Book Award” und sogar für die berühmte „Carnegie Medal“  gelistet. In „Orangeboy“ geht es um die Frage der richtigen Entscheidung – eine essentielle Frage, nicht nur für Heranwachsende.

Auch Cornelia Travnicek stellt mit „Chucks“ einen Adoleszenzroman vor, eine berührende und traurige Liebesgeschichte, ohne jegliche Sentimentalität erzählt. Eine sehr junge, vielversprechende Autorin, deren Buch für die teilnehmenden Klassen auch Klassenlektüre wird. Die Begegnung mit der sehr jungen Urheberin dieser Lektüre wird hoffentlich viele Schüler beeindrucken.

Nah an den Schülern wird ganz sicher auch Jost Kobusch (24 Jahre) sein, der – dann gerade wieder zurück aus Alaska – über seine Erlebnisse als Bergsteiger berichten wird. „Ich Oben Allein“ heißt sein Buch, und es geht nicht nur um den 25. April 2015, als das Everest Base Camp von einer Lawine getroffen wurde. Jost Kobusch hat damals diese dramatische Szene mit seiner Handykamera festgehalten. Sein Video wurde auf YouTube über 23 Millionen Mal angeklickt und sogar in der »Tagesschau« gezeigt. Es geht vielmehr um Erfolg und Scheitern, Angst und Mut – und die Frage, warum er immer eine Cola mit im Gepäck hat.

Robert Domes stellt in seinem Buch „Nebel im August“ die Lebensgeschichte der Ernst Lossa vor, der in einer Familie ohne festen Wohnsitz aufwuchs. Sie gehörten zu den fahrenden Händlern, den „Jenischen“, die oftmals abwertend als Zigeuner beschimpft wurden. Ernst Lossa war erst 14 Jahre alt als ein Team aus Ärzten und Pflegern seinen Tod besiegelten. Ernst Lossa wurde – obgleich geistig völlig gesund – mit dem Stempel „asozialer Psychopath“ als unwertes Leben aus dem Weg geräumt. Er wurde Opfer der Euthanasie im nationalsozialistischen Deutschland, wie viele behinderte, geistig erkrankte und auch unbequeme Menschen mit ihm.

31.01.2018     KiGa +Klasse 1+2 (englisch)     David Mackintosh: Lucky
05.02.2018     Klasse 1     Andrea Schomburg: Otto und der kleine Herr Knorff
07.02.2018     Klasse 9+10 (englisch)     Patrice Lawrence: Orangeboy
08.02.2018     Klasse 3     Tobias Bungter: Grundkurs für Detektive
08.02.2018     Klasse 9+10     Jost Kobusch: Ich oben allein
08.+09.03.2018     Klasse 5+6     Andreas Schlüter: Die Stadt der Kinder
14.+15.03.2018     Klasse 2     Hildegard Müller: Oskar, ein Kater mit Charakter
18.04.2018     Klasse 3-6 (englisch)    Jo Cotterill: Electrigirl / Looking at the Stars
24.04.2018     KiGa     pohyb’s & konsorten: Der kleine Erdvogel
14.05.2018     Klasse 4     Frank M. Reifenberg: House of Ghosts
29.05.2018     Klasse 8     Cornelia Travnicek: Chucks
15.06.2018     Klasse 7     Robert Domes: Nebel im August

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Tanya Stewner – Eine Inspiration

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Mit ihrem Besuch an der Europäischen Schule RheinMain wird Tanya Stewner den Schülern der Klassen P5 DE und S1 DE sicher in Erinnerung bleiben. Welche Geschichte die Schüler mehr beeindruckt hat – die von Alea Aquaris oder die von Tanya Stewner selbst – schwer zu sagen. Die äußerst sympathische Autorin überraschte die Schüler mit ihrer offenen Art und ihrer ganz persönlichen Geschichte. Wer hätte gedacht, dass eine erfolgreiche Autorin zu Beginn ihrer Schullaufbahn lange Zeit Schwierigkeiten hatte, noch dazu mit dem Lesen und Schreiben? Und so kam es, dass Angst und Lernerfolg, Auswirkungen von Mobbing und die Bedeutung eines dem Schüler zugewandten Lehrers zum Thema wurden. Im Folgenden erzählte Tanya Stewner von ihrem Weg zur Schriftstellerin, von den ersten Schreibversuchen, von einem Bild oder einer Idee als Ausgangspunkt für ein Buch, warum sie gerne Serien statt einzelne Bücher schreibt und beantwortete die Fragen der Schüler.

Tanya Stewner - 06.04.2016 (5)

Natürlich las unsere Gast-Autorin unseren Schülern auch aus “Alea Aquarius. Der Ruf des Wassers” vor. In dem Buch geht es um die 12jährige Alea, die bei ihrer Pflegemutter aufwächst. Marianne wurde am Strand von Aleas leiblicher Mutter angesprochen, die sie bat, sich um ihr Kind zu kümmern. Das Kind dürfe unter keinen Umständen mit kaltem Wasser in Kontakt kommen. Auch wenn die ganze Situation Marianne sehr komisch vorkommt, die Frau so verzweifelt erscheint, kümmert sich Marianne fort an um das Kind … In Band 1 muss Alea herausfinden, wer und was sie ist …

Wie Tanya Stewner uns verriet, gibt es Pläne, Alea Aquaris fürs Kino zu verfilmen. Als nächster Schritt muss das Drehbuch geschrieben werden, bei Liliane Susewind hingegen ist man in Sachen Buchverfilmung schon beim Casting der Schauspieler. Wir sind gespannt!

Wir schließen uns dem Wunsch von Tanya Stewner an und hoffen für alle Lesebegeisterten, dass ihre Ideen und Fantasie weiter sprudeln und der Spaß am Schreiben niemals enden möge.

Liebe Tanya Stewner

  • Danke, für einen ersten Einblick in die fantasievolle Abenteuergeschichte und das Geheimnis von Alea Aquaris, der neugierig gemacht hat.
  • Danke, für die Gedanken zum Schreiben und dem Weg zum Schriftsteller-Dasein
  • Danke, für die offene, aufrichtige, ehrliche und herzliche Art und Weise, mit der Sie uns begegnet sind.
  • Danke, für eine zusätzliche, unerwartete und erstaunliche Geschichte, die inspiriert und Mut macht, die unterstreicht, dass die Würfel weder bereits zu Beginn der Schullaufbahn noch zu einem anderen Zeitpunkt im Leben gefallen sind. Eine Geschichte, die zeigt, dass man mit Mut, Vertrauen und aus eigener Kraft sein Leben und sein vermeintliches Schicksal selbst in die Hand nehmen, beeinflussen und lenken kann.

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Auf Abenteuerreise mit Oliver Pötzsch und Ritter Kuno Kettenstrumpf

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Kaum aus den Osterferien zurück, wartete gleich etwas ganz Besonderes auf die Erstklässler der deutschen Sprachabteilung der Europäischen Schule RheinMain. Aus München kam Autor Oliver Pötzsch zu Besuch, und nahm die Kinder mit auf die Reise ins Feenland Ost und die Abenteuer von “Ritter Kuno Kettenstrumpf”. Im Gepäck hatte er viele tolle Requisiten und wurde tatkräftig von zwei seiner Protagonisten unterstützt; Räuber Rasputin und Zauberer Balduin.

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Gleich zu Beginn der zwei Veranstaltungen zeigte sich, dass unsere Schüler wesentlich besser auf die Lesung vorbereitet waren, als Räuber Rasputin. Im Gegensatz zu dem gewieften Gesellen erwarteten die Kinder nicht “Die schrecklichen Geschichten des Räuber Rasputin”. Sichtlich enttäuscht ließ sich Rasputin von Oliver Pötzsch ablenken und durfte die Schatztruhe bewachen, während unsere abenteuerlustigen Erstklässler der Einladung zur Reise ins Feenland Ost folgten.

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Auf ihrer Reise erfuhren die Schüler so einiges über das Leben im Mittelalter und der Ritter (nicht nur die im Feenland). Die Kinder sahen eine echte Lanze, lernten (teilweise sogar hautnah) eine Kettenhaube kennen und durften ein echtes Ritterschwert anfassen. Ein tolles Erlebnis, nicht nur für die StarWars Fans unter den Erstklässlern.

Sehr lebhaft, anschaulich, und für seine jungen Zuhörer kinderleicht nachvollziehbar waren die Erzählungen und Erklärungen von Oliver Pötzsch. Dies war nicht nur den zahlreichen mitgebrachten Requisiten zu verdanken, sondern auch seinen kleinen Anekdoten. So spannte er beispielsweise über den tückischen Selbstversuch in Sachen Ausziehen eines Kettenhemds den Bogen zum Gewicht der Ritterausrüstung und der Aufgabe eines Pagen.

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Nach der Rückkehr aus dem Feenland Ost beantwortete Oliver Pötzsch geduldig die Fragen der Kinder

  • Wieviele Seiten hat das Buch?
  • Macht dir das Spaß?
  • Woher hast du die ganzen Sachen?
  • Schreibst du mit der Hand oder mit dem Computer?

gab allen Interessierten die Gelegenheit das Ritterschwert anzufassen und war außerordentlich beschäftigt mit dem Signieren der vielen verkauften Bücher.

Ein großes Dankeschön für diese tolle und lehrreiche Veranstaltung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird – oder in den Worten eines Schülers ausgedrückt: “Das war abgefahren”!

Gästebuch-Eintrag

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Lesungs-Marathon in der Bibliothek

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Europäische Schule RheinMain in Bad Vilbel  auf Facebook:

Frankfurter Neue Presse: “Schüler hören gesammeltes Grauen”

Eine Woche lang wird die Schulbibliothek der Europäischen Schule RheinMain zum Non-Stop- Veranstaltungszentrum

Die Woche vor den Winterferien wird spannend für viele Schüler der Europäischen Schule in Dortelweil: Vier hochkarätige Autoinnen und Autoren sind in der Woche vom 1. bis 5. Februar zu Gast in der Sekundarbibliothek der Schule.

Den Auftakt macht am Montag der ehemalige Stadtschreiber von Bergen, Thomas Rosenlöcher mit zwei Veranstaltungen zur Lyrik für die angehenden Abiturienten. Thomas Rosenlöcher ist nicht nur Lyriker und Wortzauberer, sondern auch hervorragender Vermittler von Lyrik, gerade auch für die jungen Leute.

Dieselbe Zielgruppe wird einen Tag darauf ein wichtiges historisches Thema bearbeiten: Reiner Engelmann stellt sein Buch „Wir haben überlebt“ vor. Die ergreifenden Berichte der Zeitzeugen des Holocaust werden sicher viel Anlass für Gespräche und Diskussionen geben.

Am 3. Februar wird dann – erneut – Jaromir Konecny zu Gast in der Schule sein. Der Autor zahlreicher Jugendbücher und Poetry Slammer wird mit zwei Veranstaltungen alle Neuntklässler der deutschen Abteilung bestimmt wieder in den Bann ziehen. Sein Buch „Doktorspiele“ wurde bereits verfilmt und auch sein neuestes Buch Herz Slam ist auf dem Weg ein großer Erfolg zu werden.

Am 5. Februar stellt Luise Rist den Siebtklässlern ihr Buch „Rosenwinkel“ vor, eine hochaktuelle und brillant erzählte Geschichte von Flucht und Ausweisung einer aus Bosnien stammenden Roma-Familie – und von echter Freundschaft.

Die Veranstaltungen im Überblick:

  1. Februar 2016 12:53 Uhr Thomas Rosenlöcher:  Lyrik
  2. Februar 2016 15:10 Uhr Thomas Rosenlöcher:  Lyrik
  3. Februar 2016 14:31 Uhr Reiner Engelmann:  Wir haben überlebt
  4. Februar 2016 8:40 Uhr Jaromir Konecny : Doktorspiele, Herz Slam
  5. Februar 2016 10:15 Uhr Jaromir Konecny : Doktorspiele, Herz Slam
  6. Februar 2016 8:40 Uhr Luise Rist : Rosenwinkel
  7. Februar 2016 11:19 Uhr Luise Rist : Rosenwinkel

 

 

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Ab heute nicht nur London, Paris, Berlin

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Auf eine kurze Exkursion durch Europa begaben sich unsere Primarschüler der vierten Klassen mit Autorin Ulrike Marrach-Böhm und ihrem “Hamstermann in Amsterdam”. Dabei bot unsere Sekundar-Aula eine tolle europäische Kulisse, in der die Veranstaltung auf Grund der Teilnehmerzahl stattfand.

Auch unsere Gastautorin lobte das Ambiente, schien sich auf Anhieb wohl zu fühlen und sorgte durch Ihre freundliche zugewandte Art von Beginn an für eine vertraute Atmosphäre. Kein Wunder, dass unsere wissbegierigen Schüler Ulrike Marrach-Böhm gleich zu Beginn mit Fragen zur Entstehungsgeschichte des Buches überhäuften. Warum sie Europa als Thema ihres Buches gewählt habe und ob sie plane, weitere Bücher zu anderen Kontinenten zu schreiben, das waren nur zwei der vielen Fragen.

Aber auch Ulrike Marrach-Böhm hatte so manche Länder-Haupstädte Quizfrage an unsere Schüler im Gepäck. Richtige Antworten wurden mit “europäischen Preisen” belohnt und eine Premiere durfte ebenfalls gefeiert werden: Zum ersten Mal bei einer Lesung konnte ein Schüler die Frage nach der Hauptstadt Mazedoniens richtig beantworten. Doch gerade bei nicht ganz so geläufigen Hauptstädten wie Priština oder Valetta boten die Reime und Eselsbrücken des Hamstermanns sowie die Illustrationen von Ulrike Marrach-Böhm eine einprägsame Alternative zum klassischen Auswendiglernen.

Zukünftig können alle Primarschüler mit den Reimen von Ulrike Marrach-Böhm auf spielerische und nachhaltige Art und Weise die Länder und Hauptstädte Europas lernen. Das Buch “Der Hamstermann in Amsterdam” ist ab sofort in unserer Primarbibliothek ausleihbar und auch die “Hamstermann Europahymne” https://youtu.be/W7dx8Cp2CwI  ist nicht nur den Teilnehmern der Lesung vorbehalten.

 

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http://ulrike-marrach-boehm.blogspot.de/2015/03/16-autorenlesung-in-bad-vilbel.html

 

 

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An adventure for the youngest

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On 24 February our youngest students were up for a big adventure: At first there was the exciting trip to the secondary building followed by the theater play about the Gruffalo. Everything was just like it is in a big theater. Our pre-primary students lined up at the entrance waiting to be granted admission and once they had entered the auditorium their teachers made sure everyone felt comfortable despite of the comparably big chairs.

After a perfectly understandable and entertaining introduction of the basic rules – no drinking or eating, no talking, no cell phones … – the show was about to begin. It wasn’t long before the young audience was captivated by the performance of the actors Maike Jansen and Stefan Ferencz from “pohyb’s und konsorten”. The children helped with suggestions when the mouse was struggling to describe the Gruffalo, they repeatedly burst out in laughter and at the end every single one of the three pre-primary classes had the chance to take a picture with the Gruffalo and the mouse.

After the show there were comments such as “I like the Gruffalo because he was scary”, “I like the fox because he scared the mouse”, ” I like the Gruffalo because it was funny”, “he was brown and had spikes all over his back”, unique pictures were drawn and every now and then the mouse’s sound “Shoobie-dee-doob-dee, shoobie-dee, … ” was to be heard in the pre-primary hallway.

 

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Güffelo-Kunstwerk 1 Güffelo-Kunstwerk 2 Güffelo-Kunstwerk 5 Güffelo-Kunstwerk 4   Güffelo-Kunstwerk 6  Güffelo-Kunstwerk 8

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Am 24. Februar erwartete unsere Vorschulklassen ein großes Abenteuer: Zunächst begaben sie sich auf die aufregende Reise ins Sekundargebäude, um sich das Theaterstück über die Abenteuer des Grüffelo anzuschauen. Alles war ganz so, wie es in einem großen Theater ist. Unsere Vorschüler warteten am Eingang in einer Reihe auf den Einlass und nach dem Betreten der Aula stellten ihre Lehrerinnen sicher, dass sich alle trotz der vergleichsweise großen Stühle wohl fühlten.

Nach einer kindgerechten und unterhaltsamen Einführung zu den allgemeinen Regeln – kein Essen oder Trinken, nicht sprechen während der Vorstellung, keine Handys … – begann die Vorstellung. Es dauerte nicht lange, bis die jungen Zuschauer gefesselt waren von der Darbietung der Künstler Maike Jansen und Stefan Ferencz von “pohyb’s und konsorten”. Die Kinder halfen der Maus, als diese Schwierigkeiten mit der Beschreibung des Grüffelos zu haben schien, immer wieder brach schallendes Gelächter aus und am Ende wurde für jede der drei Vorschulklassen ein Erinnerungsfoto mit dem Grüffelo und der Maus aufgenommen.

Nach der Aufführung gab es Äußerungen wie “Ich mag den Grüffelo, weil er gruselig war”, “Ich mag den Fuchs, weil er die Maus erschreckt hat”, “Ich mag den Grüffelo weil er witzig war”, “er war braun und hatte über dem ganzen Rücken Stacheln”, einzigartige Bilder wurden gemalt und hier und da war das “Schubi-di-dubdi, schubi-di …” der Maus auf den Gängen der Vorschule zu vernehmen.

 

FNP 25.02.2015

FNP 25.02.2015

 

 

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“Nie wieder”

Gastautor Reiner Engelmann gewährt Einblicke in das Leben des Wilhelm Brasse und schildert die Zustände sowie die unzähligen Verbrechen an der Menschlichkeit während der Zeit der Nazidiktatur.

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Nach einer kurzen Erläuterung zum Stammlager Auschwitz folgte die Einspielung einer Gesprächsaufzeichnung des echten Fotografen von Auschwitz; und mit dem Erklingen der Stimme von Wilhelm Brasse nahm dieser in der Vorstellung der Zuhörer Gestalt an. Im Folgenden erfuhren die Schüler der Klassenstufe S6 mehr zu den Hintergründen der Gefangenschaft Brasses, seiner Zeit im Stammlager Auschwitz und auch die Zeit nach der wiedergewonnenen Freiheit blieb nicht unerwähnt.

Die ausgewählten Textauszüge, die Reiner Engelmann aus seinem Buch las, vermittelten einen Eindruck der Demütigung, der Qualen, der Todesagst und der fortwährenden Konfrontation mit dem Tod, der die Menschen zur Zeit des Holocaust ausgesetzt waren. Ganz besonders prägnant waren die Schilderungen von Wilhem Brasses erstem Appell im Stammlager Auschwitz: Die unmenschliche, willkürliche, brutale und zum Teil tödliche Gewaltanwendung aber auch die beim Appel verkündete maximalen Lebensdauer im Lager gepaart mit der Aussage „Die einzige Möglichkeit, dem KZ zu entkommen, ist durch den Schornstein!“

Gegen Ende der Veranstaltung beantwortete Reiner Engelmann dann ausgiebig die Fragen unserer Schüler und verdeutlichte, warum Holocaustüberlebende über Jahrzehnte nicht über das Erlebte sprechen konnten.

Zum Abschluss gaben unsere Schüler der englischen Sprachabteilung Reiner Engelmann noch einen Wunsch mit auf den Weg: Das Erscheinen seines Buches in englischer Sprache.

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